Warum Heptas?

1. Hepta Film Art richtet sich an Menschen, die Filme machen wollen statt nur darüber zu reden.

2. Heptas sind das ultimative Tool, um das eigene künstlerische Denken auszubilden und zu schulen.

3. Heptas sind ein mächtiges Mittel zur Kommunikation. Wer etwas zu sagen hat, kann es mit Heptas auf die einfachst mögliche Art tun. (Wer nichts zu sagen hat, sollte ohnehin besser schweigen.)

4. Heptas erreichen ein zahlenmäßig großes Publikum. Die eigenen Werke werden auch gesehen.

5. Heptas eignen sich in idealer Weise zur Arbeit in Gruppen. Großartige Resultate und Vertiefung von künstlerischem Denken ergeben sich durch die Beschäftigung mit den gestalterischen Möglichkeiten von Heptas und dem Austausch darüber mit anderen.

6. Heptas lassen sich in vielen Bereichen und für viele Zwecke einsetzen: zur Persönlichkeitsbildung; zur geistigen Selbstoptimierung; in der Filmausbildung und Filmbildung; in der Kunstausbildung und Kunstbildung; in der Medienpädagogik; in der Sozialpädagogik; in der Kunsttherapie; in der Psychotherapie; in der Psychiatrie; in der Werbung; für die Eigenwerbung; als Eignungstest; für die Team-Bildung; in der kulturellen Bildung; in der politischen Bildung; in der Bürgerbeteiligung …

7. Mit Heptas kann man Geld verdienen. (Wir beraten diesbezüglich gern.)

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Warum sieben?

Heptas sind das einzige Film-Genre, das sich nicht bestimmt über seinen Inhalt oder seine Länge oder seinen Stil, sondern über seine Form.

Heptas bestehen aus exakt sieben Einstellungen. Sie sind dabei der Gedichtform des japanischen Haiku verwandt. Heptas stellen die Herausforderung dar, innerhalb dieses vorgegebenen Rahmens eine Idee prägnant filmisch auszudrücken.

Aufgrund ihres hohen inhaltlichen Anspruchs und der strengen Formvergabe zwingen Heptas zu klarem Denken und präzisem Ausdruck.

Sieben Einstellungen sind dafür das passende Maß. Der Zuschauer wird in sieben wohl bedachten Erzählschritten (sieben Einstellungen) Schritt für Schritt zur Erkenntnis der zu kommunizierenden Idee geführt.

Geschichten bestehen unabhängig von ihrer Länge immer aus Anfang, Mitte und Ende. So auch das Hepta.

Der Anfang des Heptas setzt die Frage. Dafür brauchen wir standardmäßig ein bis zwei Einstellungen.

Im Mittelteil wird die Frage entwickelt. Dafür haben wir je nachdem drei bis fünf Einstellungen zur Verfügung.

Im Schlussteil lassen wir die Idee erscheinen. Dies geschieht in ein bis zwei Einstellungen.

Macht nach Adam Riese sieben.

Die Heptagraphie ist nicht zuletzt ein Disziplinierungsmittel gegen erzählerische Beliebigkeit und gegen Trägheit des Denkens.


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Hic Rhodos - hic salta

Der antike Fabeldichter Äsop erzählt von einem Fünfkämpfer, dem ein legendärer Ruf über Griechenland hinaus vorausgeeilt war. Doch beim anstehenden Wettkampf in Olympia blamiert er sich mit schwachen sportlichen Leistungen gröblichst. Zu seiner Verteidigung verweist er darauf, dass er einst auf Rhodos bei einem Weitsprung so weit gesprungen sei, wie kein anderer Olympionike es je vollbringen könne. Die Menge hat Zweifel an seiner Behauptung und ruft ihm schliesslich zu:

„Hier ist Rhodos - hier spring!“

So halten wir’s auch mit unserer Hepta-Olympiade und rufen allen unseren tapferen Weitspringern erwartungsfroh entgegen: „Zeig, was du drauf hast!
Hic Rhodos - hic salta!“

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